Eine Punktlichtquelle (Beispiel näherungsweise: Klare Glühbirne
oder LED) sendet in alle Richtungen Licht aus. Dies bezeichnet man als
Lichtkugel.
Sondert man einen Teil dieses Lichts mit Hilfe einer Blende aus, so tritt
nur ein Lichtbündel durch die Blende.
Ist die verwendete Blende kreisförmig, so spricht man genauer
vom Lichtkegel.
Wenn man die Blende (gedanklich) immer weiter verkleinert, so erhält
man im (Ideal-)Grenzfall einen Lichtkegel mit einem punktförmigen
Querschnitt. Dies bezeichnet man dann als Lichtstrahl.
Lichtstrahlen sind unsichtbar. Man kann sie jedoch mittelbar "sichtbar"
machen, beispielsweise durch
Streuung an Hausstaub, Blütenstaub, Nebel, Weihrauch oder Zigarettenrauch,
Auftreffen auf diffus reflektierende Flächen wie Mattscheiben, Projektionsleinwände,
Entlangstreifen an Flächen (wie bei der optischen Scheibe)
Lichtstrahlen breiten sich (in optisch homogenen Medien) geradlinig aus.
Dies führt zu Schattenbildungen.
Bei mehreren Punktlichtquellen oder flächenhaften Lichtquellen tritt
ein "Riesenwirrwarr" von Lichtstrahlen auf, die sich durchdringen, ohne
sich gegenseitig zu beeinflussen.